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PRIPJAT – SONS OF TSCHERNOBYL REVIEW BY POWERMETAL.DE | 8/10

PRIPJAT – SONS OF TSCHERNOBYL REVIEW BY POWERMETAL.DE | 8/10

Ordentliches Thrash-Debüt aus dem Rheinland

 

Dass teutonischer Thrash Metal nicht zwangsläufig nur mit dem Ruhrgebiet in Verbindung gebracht werden muss, beweisen uns heuer die Jungspunde von PRIPJAT, die uns aus dem Kölner Raum eine deftige Dosis Thrash entgegen schleudern. Ein bisschen SLAYER und METALLICA hier, ein wenig DESTRUCTION und SODOM dort, hin und wieder schielt man zu ARTILLERY nach Dänemark oder zu EXODUS und der Bay-Area – die Marschroute der Jungs dürfte binnen weniger Augenblicke klar sein.

Den Innovations-Preis gewinnt PRIPJAT mit dem Debüt-Neuner „Sons Of Tschernobyl“ wohl nicht, doch darüm dürfte es der Truppe auch gar nicht gehen. Die Stücke werden der Hörerschaft ungeschliffen und rau vor den Latz geknallt, und kommen dennoch druckvoll und aggressiv daher. Die Leidenschaft und Liebe zur Musik werden groß geschrieben, und mit ‚Nuclear Chainsaw‘, ‚Liquidators‘, zu dem die Jungs eine russische Version an das Ende ihrer CD gepackt haben, , ‚Acid Rain‘, ‚Born To Hate‘ und ‚Toxic‘ hat man auf jeden Fall heiße Eisen im Feuer, die sich durchweg hören lassen können. Die Riffs sind dreckig, die Vocals werden mit Gift und Galle präpariert, ohne hierbei abzuschrecken, und das Tempo wird sehr konsequent durchgehalten.

„Sons Of Tschernobyl“ macht dem geneigten Thrasher durchaus Spaß und zeigt eine energische Truppe mit Feuer und dem nötigen technischen Know-How unterm Arsch. Freunde der oben genannten Truppen dürfen schon einmal ihre Matten entknoten und die Nackenmassage vorbestellen, PRIPJAT macht Laune und ist mehr als nur eine Empfehlung wert.

 

Note:
8.00
Redakteur:
Marcel Rapp
http://powermetal.de/review/review-Pripjat/Sons_Of_Tschernobyl,23656,23556.html
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