SLAM Magazine | Christoph Komjati

8/10

Nachdem die EP „Don’t Remain In Better Days“ Ende 2007 bereits einen vorzüglich mundenden Vorgeschmack bot, ist es nun soweit: Die Kölner SUNSETDOWN veröffentlichen mit „Put The Pedal To The Metal“ ihr erstes Full-Length-Album. Ob der Plattentitel als partielle Realsatire zu interpretieren ist, oder eher von augenzwinkernder Selbstironie zeugt, sei dahingestellt; in jedem Fall aber ist er Programm. Der gleichermaßen melodische wie energetische Poppunk hat keinerlei Berührungsängste und kokettiert munter mit typischen Skatepunk-Trademarks, wie sie schon LAGWAGON, MXPX oder auch NOFX seit jeher gut zu Gesichte standen bzw. immer noch stehen, schäkert aber genauso selbstverständlich mit
hopsfidelen Metal-Soli und gerade in Griffweite befindlichen Hardcore-Versatzstücken.

SUNSETDOWN liefern ein griffiges, beherztesMelodypunk-Album (fast) ohne Längen ab, das in Sachen Unbekümmertheit und Unterhaltungswert mühelos das Klassenziel erreicht, in Teilbereichen
sogar darüber hinausragt. Mehr kann man von einem Debüt nun wirklich nicht verlangen.